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Futtersuche:


Mit der Suche nach einem Futter für Lissja hat sich auch die Futterfrage für Mexxin ergeben:


Was ich im „WWW“ gefunden habe hat mich echt schockiert!

Als ich das erste Mal vom Barfen im Internet gelesen habe, dachte ich mir die spinnen.
Untermauert wurde der Gedanke von einem Bild auf dem ein Hund beim Abnagen eines Rinderkopfes gezeigt wurde (… Ich stellte mir mein kleines Wohnzimmer mit einem Rinderkopf auf dem Teppich vor…)

Ok, dachte ich, dass ist was für Hundeleute die einen eigenen Bauernhof haben, womöglich noch selber Vieh schlachten.
Das erinnerte mich an graue Vorzeiten wo man den Hunden oft nur abgenagte, gekochte Knochen verfütterte. Fischdosen ohne Fisch, dafür das übriggelassene Öl zum Ausschlecken. Tischabfälle waren da schon besondere Schmankerln. Ob diese stark gewürzt waren oder nicht, das spielte keine Rolle.
Meine Oma hat es nicht anders gehandhabt und viele tun es auf dem Land noch heute. Diese Hunde ernährten sich von allem was sie kriegen konnten: Mäuse, Schlachtabfälle meist frisch, Blut, hartes Brot, Brei aus dem Schweinetrog (wenn die Schweine ihnen gut gesinnt waren), Obst- u. Gemüsereste vom Komposthaufen, saure Milch, Pferdeäpfel und vieles mehr, was wir nicht glauben würden. Einige wilderten auch, aber das war meist ihr Todesurteil - dafür sorgte der örtliche Jäger.

Meldungen über Tierversuche von namhaften Hundefutterfirmen in Auftrag gegeben, toxische künstl. Vitamine, gesundheitsschädliche Konservierungsstoffe, ebenso Tierkadaver, Flohbändern, abgelaufene Fleischwaren samt Verpackung, das uvm., soll alles im Fleischbrei landen, fand ich auf verschiedenen Seiten und in Foren wurde es immer wieder beschrieben und auf verschieden Futtermittel verwiesen, die das alles nicht enthalten sollen.

Ich erfuhr von neuen Futtermitteln, die alle dieses giftige Zeugs nicht enthalten. Von Spezialfutter ohne Getreide, ohne Rindfleisch, mit Vitaminen und Kräutern konserviert. Auch von Futter mit Zutaten aus biologischem Anbau. Statt Rübenschnitzel waren jetzt Yuccaextrakt angesagt.

In einem Futter zu viel Weizen, in einem anderen überhaupt kein Getreide. In anderen Trockenfuttermarken ist überhaupt kein Fleisch mehr drinnen. Auch dafür gibt es Studien (veröffentlicht auf der Seite von Peta) die belegen sollen, dass der Hund damit leben kann (sehr überzeugend geschrieben). Proteinersatz ist Soja, genau das, was meinen Hunden immer Durchfall bescherte. Zufällig wird für dieses Futter gerade auf Internetseiten geworben, die Infos zur vegetarischen Ernährungsweise verbreiten.

Ich esse selten Fleisch, ich würde aber auch wenn ich strikter Vegetarier wäre, das meinem Hund nicht zumuten. Ich bin auch skeptisch über die Aussagen, dass einige Hunde Fleisch nicht vertragen würden und deshalb dieses Futter bekommen.

Alle haben ihre Argumente dafür und dagegen, etwas hineinzutun oder wegzulassen.

In Foren wird gestritten ob Dosenfutter besser ist als Trockenfutter. Die Dosenfütterer verteufeln das Trockenfutter wegen des vermahlenen Mülls und den Konservierungsmitteln im Futter. Die Trockenfütterer wettern gegen den Wassergehalt den sie teuer bezahlen und schleppen müssen.

In manchen Einträgen werden Äpfel mit Birnen verwechselt, vermischen alle Weisheiten, damit auf jeden Fall dann ihr Futter, das sie verfüttern und/oder vertreiben, selbstverständlich das Beste ist.

Man diskutiert in Foren ob der Hund jetzt mehr Wolf ist und einen kurzen Fleischfresser-Darm oder einen längeren Allesfresser-Darm hat.

Meine Sicht der Dinge:

Die Futtermittelindustrie trachtet nach Gewinn und kann aufgrund der Gummiparagraphen der Lebensmittelgesetze, so ziemlich alles ins Hundefutter mischen was billig zu haben ist.

Also Abfälle der Lebensmittelindustrie, die mit nichtssagenden Bezeichnungen auf den Futterpackungen zu finden sind. Das namhafte Lebensmittelhersteller auch Hundefutter herstellen, ist auch Fakt.
Auch wenn unsere Hunde, so die Theorie, sich vom Wolf dem Raubtier und Beutegreifer zu Nischennutzern und somit auch „Müllschluckern“ weiterentwickelt haben, heißt das ja nicht, dass Abfälle zerkleinert, zerkocht und extrudiert in …

-        geschönter Form (rund, quadratisch, dreieckig, sternchenförmig und in verschiedenen Größen) mit

-        künstlichen Vitaminen,

-        Farbstoffen,

-        Geschmacks- und

-        Lockstoffen,

-        Zucker versetzt, mit

-        EU-Zusatzstoffen als Konservierungsmittel und Antioxydantien (BHA, Propylgallat, BHT, Ethoxyquin) haltbar gemacht, mit

-        Rübenschnitzel (und alle anderen Formen von Mark und Pulpe) angereichert, mit

-        zuviel Getreide (besonders Weizen, und da nur der Abfall davon)

-        und was sich sonst noch als gesund verkaufen lässt, vermischt,


Fleisch in seiner Urform ersetzen kann. Die Natur wird sich schon ihren Teil dazu gedacht haben.
Also ist Fertigfutter auch nichts anderes als „Fastfood“ für den Hund.

Abgesehen davon kann sich ein jeder selbst ausrechnen, wie gut das Hundefutter sein kann, wenn es minutenlang im TV beworben wird und dann auch noch zum Billigstpreis im Supermarkt angeboten wird.

Tierversuche? Damit man feststellen kann wie viel Mist ein Hund verträgt, der ihm auch noch schmeckt und für Frauchen/Herrchen gut riecht, damit er lange durchhält und mit Hilfe des Tierarztes und der Pharmaindustrie und einer dicken Geldbörse 15 Jahre alt werden kann?

Jeder soll sich selbst ein Bild machen und dann entscheiden was er seinem Hund füttern möchte. Deshalb habe ich in meiner Linksammlung zu diesem Thema einige Seiten angeführt.

Wenn nur ein Bruchteil davon der Wahrheit entspricht, was über das Fertigfutter unserer geliebten Hunde so geschrieben wird (einschließlich der Erfahrungsberichte in Foren einiger Hundehalter, die mit diversen Krankheitsbildern ihrer Hunde zu kämpfen haben/hatten), dann möchte ich dieses industriell hergestellte Futter nicht haben.

Soviel über: Ob man Hundefutter essen/fressen kann? Ja, man kann …
Bei Unklarheiten und/oder Nebenwirkungen fragen sie ihren Tierarzt oder den Futterhändler und verklagen sie den Hersteller :o)

Für alle Liebhaber von Packerlsuppen und Fertiggerichten in Dosen und Tüten! Es lohnt sich, mal über seine eigene Ernährung Gedanken zu machen, bevor man sich eine Pille vom Arzt holt.

Auch wenn der Zusatz von Vitaminen in Lebensmittel letzte Schrei bei den „Menschenfutter-Herstellern“ ist, Obst und Gemüse kann man damit nicht ersetzten.
Wobei wir dann schon bei den Anbaumethoden, der Industrialisierung unserer Landwirtschaft wären:

Nicht alles was seit etwa 1970 an Errungenschaften in der Landwirtschaft den Bauern das Leben leichter (und leider den Tieren unerträglich) machte, ist für uns Verbraucher auf lange Sicht gesundheitsfördernd.

Erfreulicherweise hat sich, Dank unermüdlicher Enthusiasten, in den letzten 20 Jahren vieles zum Besseren verändert. So dass sich wenigstens neben der konventionellen Landwirtschaft auch der biologische Landbau mit artgerechter Tierhaltung ausweiten konnte und vermehrt auch um die Ecke für „Otto-Normalverbraucher“ zu haben ist, auch wenn's durchschnittlich das Doppelte kostet.

Was man sicher auf lange Sicht an Medikamenten (die die Krankenkasse bald nicht mehr bezahlen wird/kann) und Leid ersparen wird.

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© 5/2006